

Bäume mit bunten Blättern, ein selten klarer Himmel und ein mildes, sonniges Wetter – das ist Herbst in Südtirol. Doch da ist noch etwas. Klein, rund und stachelig hängt es auf dem Baum:
DIE KESCHTE
Die Kastanie gehört schon seit Jahren zur Südtiroler Kultur und ist ein wichtiger Bestandteil des Törggelens. Durch ihre Süße und ihren hohen Stärkeanteil ist die edle Frucht nicht nur lecker, sondern auch noch gesund. Wird die Keschte geröstet, erreichen Einen die Aromen, auch wenn man weiter entfernt ist – köstlich!
Der Keschtnweg
63 km lang reihen sich Kastanienbäume von Kloster Neustift bei Brixen bis hinunter in den Bozner Talkessel. Wer den Keschtnweg oder eine seiner Etappen bestreitet erlebt Mischwälder, Wiesen, Panoramen und sogar einige Einkehrmöglichkeiten. So hat man die Natur noch nie erlebt!
Keschtnigl
Besonders geprägt von der Kastanie ist die Kulturlandschaft in Feldthurns. Zu Ehren der Keschte finden hier jedes Jahr im Oktober die traditionellen „Keschtnigl-Wochen“ statt. Das bunte Rahmenprogramm beinhaltet Führungen, Besichtigungen, Verkostungen, Konzerte und vieles mehr.
Eisacktaler Kastanienwochen
Rechtzeitig zum Höhepunkt der Kastanienernte im Oktober finden die „Eisacktaler Kastanienwochen“ statt. Die teilnehmenden Gastbetriebe bringen Gäste alljährlich zum Staunen und zaubern Vor-, Haupt-, sowie Nachspeisen aus den Keschtn.
Was ist ein „Keschtnriggl“?
Der Keschtnriggl ist aus Kastanienholz und Haselstaude geflochten und wird verwendet um die Schale der gebratenen Kastanien durch Rütteln zu lösen. Für leichteren Genuss ohne sich die Hände schmutzig zu machen.
Die Moral des Blogbeitrags: „Umbeding a poor Keschtn koschtn!„